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Rohr SO, ein Kleinod des Kantons Solothurn
Das Bauerndörfchen Rohr liegt ziemlich
versteckt am Jurasüdfuss, gleich oberhalb von Stüsslingen SO.
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In einer Bergmulde, hinter Stüsslingen, liegt Rohr. Obwohl Rohr ein kleines Dorf ist, bietet es sehr viel an Kultur und Sehenswürdigkeiten; auch die Landwirtschaft und das Gewerbe hat hier einen hohen Stellenwert. Wahrlich, viele Einwohner kann Rohr nicht vorweisen - doch die, die dort leben, wissen die Einzigartigkeit, den Zauber der Natur, die hier gleich vor der Haustüre ist, sehr zu schätzen. Von der Geschichte her ist zu berichten, dass Rohr bereits im 11. Jahrhundert - im Zusammenhang mit der Kapelle - erwähnt wurde. Auch soll Bruder Klaus bei seinen Wanderungen durch Rohr marschiert sein, das Kloster Einsiedeln soll zu seinem Gedenken dann die Kapelle erbaut haben. |
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Das Strohdachhaus
Heute steht in Rohr das letzte, völlig mit Stroh bedeckte Haus unseres Kantons. Wäre es 1962/63 nicht vollständig erneuert worden, gäbe es heute kein Strohdachhaus mehr im Kanton. Das Haus zeigt uns, wie die Bauern im Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert bei uns gelebt haben: In der Mitte des Hauses befindet sich der Herd. Darüber wölbt sich die "Chömihurd" aus Haselrutengeflecht, das mit Lehm ausgestrichen wurde. Sie hielt die Funken auf; der Rauch stieg in den Dachstuhl und imprägnierte das Strohdach. Einen Kamin besitzen diese Häuser nicht. Das hohe, vierseitige Dach wird von Hochstüden getragen. Die Firstpfette verbindet sie miteinander. Darüber hängen Rafen (unbehauene, entrindete Stämme), die auf den vier Wänden aufliegen. Auf diesen Rafen nagelte man die Dachlatten, welche die Schäubli (handgedroschene Sthohbündel) tragen. Diese wurden mit Ruten eingeflochten. Diese 20-30 cm dicke Schicht schützt gut gegen Kälte und Hitze. Das unter Heimatschutz stehende Haus wird heute bewohnt. |